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Wortgottesfeier am Sonntagabend in Coburg St. Augustin

In der Tradition der Kirche existiert eine ganze Palette unterschiedlicher Formen des Gottesdienstes. Die ersten christlichen Gemeinden trafen sich – zum Teil heimlich – in privaten Häusern, um gemeinsam das Wort Gottes zu hören und das Brot zu brechen. Auch das Stundengebet, also das den Tag begleitende Gebet zu verschiedenen Tageszeiten hat sich früh in der Christenheit etabliert und greift jüdische Traditionen auf. Daneben entwickelten sich zahlreiche weitere liturgische Formen und Bräuche (Andachten, Prozessionen). Im 4. Jahrhundert wurde das Weihepriestertum als Sakrament eingeführt und die Feier der Eucharistie wurde durch den geweihten Priester geleitet. Dies führte über Jahrhunderte und bis in unsere Zeit dazu, dass gemeindliches liturgisches Leben sehr auf die Feier der Heiligen Messe ausgerichtet war und ist, und andere Formen des Gottesdienstes eher in den Hintergrund gerückt wurden.

Doch die Zeiten ändern sich: Die Zahl der Getauften ist stark rückläufig, noch stärker ist der Schwund derer, die regelmäßig einen Gottesdienst besuchen. Und die Zahl der Priester in Deutschland ist dramatisch rückläufig. Noch hat die Pfarrgemeinde von St. Augustin das große Glück, „ihren“ Priester vor Ort zu haben. Doch längst schon sind „unserem“ Pfarrvikar Andreas Stahl auch vielfältige Aufgaben des Seelsorgebereichs außerhalb unserer Pfarrgemeinde zugeteilt. So ist es eine logische Konsequenz, dass wir schon seit längerer Zeit nur noch eine Eucharistiefeier am Sonn- und Feiertagvormittag haben, und seit Sommer 2025 ist die Sonntagabendmesse entfallen. Eine Entwicklung, die noch nicht zu Ende ist – es ist vorhersehbar, dass die Zahl der Priester im Seelsorgebereich Coburg Stadt und Land weiter sinken wird und damit das Angebot an Heiligen Messen. 

So ist eine Notwendigkeit, aber auch eine große Chance, dass Gemeinden, die nicht mehr regelmäßig die Heilige Messe feiern können, andere Gottesdienstformen etablieren. In den kleinen ländlichen Gemeinden unseres Seelsorgebereiches ist dies schon seit langem gelebte Praxis.

Nun wollen wir ab Januar 2026 auch in St. Augustin regelmäßig am letzten Sonntag des Monats abends eine Wort-Gottes-Feier anbieten, obwohl wir noch regelmäßig sonntäglich Eucharistie feiern können. Damit wollen wir die Bedeutung der Wort-Gottes-Feier als eigenständige liturgische Form unterstreichen. Diese wird von dafür ausgebildeten Gemeindemitgliedern und teilweise auch von Theologen gestaltet und geleitet. Im Mittelpunkt steht dabei die Verkündigung und Verehrung von Gottes Wort und es findet keine Kommunionspendung statt. 

  • Sonntag, 27. September 2026, 18:00 Uhr
  • Coburg, St. Augustin

Wortgottesfeier am Sonntagabend